Deutsches Studentenwerk

Sozialabgaben und Steuern - gar nicht so schwierig!

In Deutschland werden verschiedene Sozialabgaben sowie die Steuern automatisch vom Verdienst abgezogen. Für Studierende gelten aber häufig großzügige Regeln. Sie zahlen entweder nur reduzierte oder gar keine Abgaben.

Lohnsteuer

Jeder Arbeitnehmer und jede Arbeitnehmerin in Deutschland muss Steuern bezahlen. Die Höhe der Steuern hängt vom Einkommen ab. Wer einen so genannten Minijob ausübt und 450 Euro im Monat verdient, muss jedoch keine Steuern bezahlen.

Wenn man weniger als 9.408,- Euro im Jahr verdient, bekommt man am Jahresende die bezahlten Steuern wieder zurück, wenn man beim Finanzamt eine Einkommenssteuererklärung einreicht.

Rentenversicherung

Alle Arbeitnehmer in Deutschland müssen von ihrem Verdienst einen Beitrag in die staatliche Rentenversicherung einzahlen. Im Normalfall sind es 9,45% des Einkommens.

Studierende bezahlen meist geringere Beträge. Einkommen von bis zu 450 Euro bleibt beitragsfrei. Bei einem Einkommen zwischen 450 und 850 Euro im Monat bzw. Arbeitszeiten über 20 Stunden wöchentlich fallen reduzierte Beiträge an. Wer längerfristig mehr verdient, muss höhere Beiträge entrichten. Ab einem Verdienst von 850 Euro monatlich leisten Studierende den vollen Beitragsanteil von 9,45%.

Krankenversicherung/Pflegeversicherung

Auch wenn sie neben dem Studium arbeiten, sind Studierende in der Regel studentisch und nicht als Arbeitnehmer krankenversichert. Somit müssen Studierende keine einkommensabhängigen Beiträge zur Krankenversicherung entrichten. Erst wenn Studierende mehr als 20 Stunden die Woche arbeiten, müssen sie unter Umständen doch Beiträge zur Krankenversicherung leisten, dies sollte mit dem Arbeitgeber geklärt werden.

Um bis zum 25. Lebensjahr beitragsfrei in der Familienversicherung zu bleiben, darf das monatliche Brutto-Einkommen 385 Euro bzw. 450 Euro bei einer geringfügigen Beschäftigung nicht übersteigen.

Arbeitslosenversicherung

Studierende leisten in der Regel keine Beiträge zur Arbeitslosenversicherung. Das heißt aber auch, dass sie keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld haben, wenn sie ihren Nebenjob verlieren.